GMS Weiherhammer

Sport mit dem Tanzweltmeister Michael Hull

Die Schulbesten

• Quelle: Der Neue Tag

Erfolgreicher Qualifizierender Schulabschluss - Mehr dazu unter folgendem Link:
https://www.onetz.de/oberpfalz/weiherhammer/fuer-weiteren-lebensweg-bestens-geruestet-id2441814.html

Neue Konrektorin an der Schule

• Quelle: Der Neue Tag

Den Zeitungsartikel zum Nachlesen unter folgendem Link:
https://www.onetz.de/oberpfalz/weiherhammer/spezialistin-fuer-arbeits-sandplatz-id2436979.html

Alte Heimat - Neue Heimat

• Quelle: Der Neue Tag

Alte Heimat - Neue Heimat - Unter diesem Titel fand an der Mittelschule Weiherhammer eine Kunstvernissage statt. Näheres unter folgendem Link:
https://www.onetz.de/oberpfalz/weiherhammer/buntes-sprachgewirr-id2424035.html

Für gutes Deutsch trommeln

• Quelle: Der Neue Tag

An unserer Mittelschule nahmen unsere Schüler an einem Trommel-Workshop teil. Näheres unter folgendem Artikel:
https://www.onetz.de/oberpfalz/weiherhammer/fuer-gutes-deutsch-trommeln-id2415384.html

Zeitreise in gemeinsame Vergangenheit

• Quelle: Gerhard Steiner

Eine besondere Geschichtsstunde erlebten wir im Geschichtspark Bärnau. Zurzeit behandeln wir das Thema Mittelalter, unter anderem auch die Besiedlung Bayerns nach der Völkerwanderung. Dabei erfuhren wir, dass in unserem Raum sich auch die Slawen ansiedelten und deshalb beschlossen wir zusammen mit unserem Klassenlehrer Gerhard Steiner, den Geschichtspark zu besuchen, um uns vor Ort über die slawische Lebensweise im Mittelalter genauer zu informieren. Wir waren sehr froh, dass uns auch unsere Partnerklasse von der 5. Grundschule in Eger auf diese Zeitreise begleiten durfte.
Zuerst führte uns Andrea Wolf durch das frühmittelterliche Dorf und erklärte uns dabei die verschiedenen Hausformen mit ihren unterschiedlichen Bautechniken. Das Flechtwandhaus entstand, indem man zuerst ein Grundgerüst aus Weidenflechten erstellte, welches dann mit Lehm überzogen wurde. Der Teil der Eckpfosten, wie auch beim Pfostenhaus verwendet, welche in den Boden gerammt wurden, wurden angekohlt zum Schutz vor Feuchtigkeit und Insekten. Dies führte auch zur Verdunkelung der Erde an diesen Stellen, und so kann man auch heute noch die Ausmaße der Häuser erkennen. Die Dächer bestanden damals hauptsächlich aus Reet (Schilfrohr), Stroh oder Holzschindeln. Zum Befestigen der einzelnen Bauteile verwendete man Stricke und Seile, bei den Blockhäusern Holznägel und die Reichen leisteten sich sogar geschmiedete Eisennägel. Um das Grubenhaus betreten zu können, musste wir einige Stufen hinabsteigen. Es war ein sehr kleiner, dunkler Raum, und wir waren sehr überrascht, als wir erfuhren, dass hier Familien mit 4 bis 5 Kindern wohnten. Und so meinte einer von uns: „Mein Zimmer ist ja größer als das ganze Haus!“ Das Blockhaus verfügte über einen Holzboden und die Balken waren mit slawischen Zeichnungen verziert. Wir staunten nicht schlecht, als wir erfuhren, dass für den Bau insgesamt 12 Eichen und 74 Lärchen verwendet wurden. Die Fenster bestanden hier aus Tierhaut. Ebenso waren über die Feuerstellen in allen Häusern Felle gespannt, um den Funkenflug ins Dach zu verhindern. Um die Wärme im Haus zu halten, waren die Fenster prinzipiell sehr klein und die sogenannten Eulenlöcher sorgten für den Rauchabzug.
Weiterhin erfuhren wir, dass der Bäcker mit seinem Lehmbackofen sowie der Schmid immer am Rand des Dorfes wegen der Brandgefahr angesiedelt war. Das Brotbacken im eigenen Haus war verboten. In einem mittelalterlichen Dorf lebten im Schnitt 30 bis 40 Personen.

Dass sich die Slawen friedlich mit den Germanen vermischten, zeigen auch einige Städtenamen, wie zum Beispiel Windischeschenbach. In „Windisch“ steckt der Name Wenden, so nannten sich die Slawen gerne selber. Die Germanen hingegen verwendeten gerne typische „Naturerscheinungen“ wie hier wahrscheinlich eine Esche am Bach. Im slawischen Langhaus durften wir dann unser eigenes Stockbrot genießen. Zuerst aber informierte uns Museumspädagogin Dr. Julia Gräf über die mühseligen Arbeitsschritte für die Brotherstellung.“ Die Menschen im Mittelalter konnten nicht einfach in einen Laden gehen und sich ein Brot kaufen“, so Gräf. Bereits ein Jahr im Voraus mussten sich die Leute überlegen, wie viel Samen sich aufheben mussten, um diese dann im Jahr darauf zu säen. Hauptgetreidesorten für das Brotbacken waren Roggen und Dinkel. Aber auch Hafer, Gerste, Emmer und Hirse waren schon bekannt, Weizen noch nicht. Auch die Ernte war sehr anstrengend, musste doch jede Ähre mit der Sichel abgeschnitten werden. Viel Kraft war auch beim „Dreschen“ mit einfachen Stöcken notwendig. Das Mahlen des Getreides mit einem Mahlstein durften wir dann selber ausprobieren, und kamen dabei schon schnell außer Atem. „Für den täglichen Bedarf einer Familie musste man bis zu zwei Stunden lang Getreide mahlen. Anschließend wurde dann das Mehl mit Wasser zu einem Teig verknetet und über Nacht auf die Wiese oder auch auf das Feld gestellt. So konnten sich Hefebakterien bilden. Später dann verwendete man dann einen kleinen Teigrest für das Zubereiten des neuen Teigs. Auch das Entzünden eines Lagerfeuers mithilfe eines Feuersteins und einem Feuerschläger aus Metall gestaltete sich schwieriger als wir gedacht haben. Nur wenigen von uns gelang es, entsprechende Funke zu erzeugen. Im Normalfall brachten diese dann einen geriebenen Zunderschwamm zum Glimmen, bis sich schließlich ein kleines Feuer entwickelte. Um Zeit zu sparen, hatte die Museumspädagogin das Lagerfeuer bereits entfacht und auch den Teig vorbereitet. Wir mussten diesen nur noch um einem zugespitzten Stock wickeln und konnten somit gleich unser Stockbrot über dem Lagerfeuer rösten. Es hat uns allen sehr geschmeckt. Da sich einige von uns über die Asche auf dem Brot ärgerten, meinte Gräf beruhigend.“ Keine Angst, etwas Asche ist sogar gesund für unseren Magen. Werden doch bei Magenbeschwerden auch Kohletabletten verschrieben!“ Nebenbei erfuhren wir auch noch viel Interessantes zum Thema „Ernährung“ bei den Slawen im Mittelalter. Zu dieser Zeit kannte man noch keine Kartoffeln, Tomaten oder Mais. Und wir haben den Slawen die Gurke zu verdanken, welche bis dahin bei uns unbekannt war. Hauptnahrungsmittel war der Getreidebrei mit Brot. Fleisch stand nur ganz selten auf dem Speiseplan, nur an bestimmten Festtagen. Man kannte auch schon eine Vielzahl an Kräutern, wie Kümmel, Majoran, Thymian, Estragon, Basilikum und Oregano. Überrascht waren wir von der Feststellung, dass damals das Kochen in Tontöpfen schon fast eine Kunst war. Hing man nämlich das Gefäß zu nahe in die Feuerstelle, dann konnte es passieren, dass es aufgrund der Hitze zersprang. War es zu weit vom Feuer entfernt, wurde das Essen nicht warm genug. Zu guter Letzt besichtigten wir noch die imposante Turmhügelburg, die mit ihren elf Metern über dem slawischen Dorf ragt. Hier waren im Durchschnitt 10 bis zwölf Soldaten stationiert, den auch das angrenzende Herrenhaus beschützen sollte. Hier wohnte nämlich der „Pfleger“, der für den Landbesitzer die Steuern von den Bauern eintrieb. Und so siedelten sich immer mehr Leute um die sogenannte „Motte“ an, da sich aufgrund er Soldaten auch vor feindlichen Übergriffen besser beschützt fühlten. Gleichzeitig war sie auch ein Zeichen der Macht. Aus diesem Grund wurde immer zuerst versucht, die Turmhügelburgen einzunehmen, denn damit gehörte einem automatisch auch das dazugehörige Land. Am Ende hatten wir noch etwas Zeit für den Souvenirshop und so mancher kaufte sich – wie sollte es auch anders sein – ein Holzschwert. 6. Klasse der GMS Weiherhammer

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